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07/01/2019

Ferienzeit – Abwesenheitszeit – Freude herrscht?

Nun hat sie endlich begonnen die wohlverdiente Sommer-Ferienzeit. Manche verbringen den Urlaub im Ausland andere gönnen sich ein paar erholsame Tage nur unweit von zu Hause. Bevor man sich aber auf die Reise macht, sollte man noch schnell den Abwesenheits-Assistent für eingehende E-Mails einschalten und auf Facebook die freudige Absenz «posten».
War das eine kluge Entscheidung? Oder sollte man diese Verhaltensweise hinterfragen? Wir möchten Ihnen zu diesem Thema ein paar Anregungen und Hinweise mitgeben.
Versuchen Sie den Personenkreis für die E-Mail Abwesenheitsmeldung so klein wie möglich zu halten. Globale Abwesenheitsmeldungen – egal ob am Arbeitsplatz oder privat – erhalten alle E-Mail Empfänger auf der ganzen Welt. Diese gratis Information, wird von aufmerksamen Einbrechern gerne entgegengenommen und für ihr Handwerk genutzt (gut informiert macht Diebe). Unser Tipp: Schalten Sie die Abwesenheitsmeldung (privat und geschäftlich) wenn immer möglich nicht ein. Eventuell müssen Sie aufgrund von internen Geschäftsrichtlinien diese einschalten. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen nur allgemeine Formulierungen anzuwenden wie: «vorübergehend abwesend», «momentan nicht anwesend» usw. Die elegantere Möglichkeit wäre, personelle Abwesenheiten im Betrieb organisatorisch zu regeln, in dem man seine E-Mails an seine Stellvertretung weiterleitet und nur interne Abwesenheitsmeldungen versendet.
Eine weitere Gefahr bei Abwesenheitsmeldungen sind Angaben über die Feriendestination, in welcher man sich aufhält. Wir haben bei unserer Kundschaft festgestellt, dass clevere Hacker Informationen aus den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter usw.) und den E-Mail Abwesenheitsmeldungen missbraucht haben. Die Betrüger senden ein gefälschtes E-Mail mit Absenderadresse des Feriengastes an einen guten Freund des Urlaubers, den sie in den sozialen Netzwerken erkundet haben. In der E-Mail ist ein Hilferuf in sehr gutem schweizerdeutsch formuliert, bei dem vorgegeben wird, der Feriengast sei ausgeraubt worden und stehe nun mittellos im Ausland und brauche dringend Geld. Die Kontoverbindung für die Überweisung ist im Hilferuf auch gleich angegeben und wie die Geschichte weiter ausgeht, hängt nun ganz vom Verhalten des potentiellen Opfers ab.

Fazit:
• Wenn möglich keine E-Mail-, Combox-Abwesenheitsmeldungen oder Anrufbeantworter aktivieren (privat und geschäftlich), welche über die Abwesenheitsdauer und Aufenthaltsort informieren.
• In sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter usw.) keine persönlichen Informationen global publizieren. Eine Anleitung für eine «sichere» Konfiguration ist unter unter folgendem Link der EBAS (eBanking aber sicher) abrufbar.
• Hilfe- und Notrufe von Freunden, Bekannten usw. in elektronischer Form (E-Mail, SMS, Whatsapp usw.) immer telefonisch zurückfragen.
• Halten Sie sich an die M A M I Grundsätze:
-->M isstrauen
-->A ufmerksamkeit
-->M ithelfen
-->I nformieren
• Aktualisieren (Update Betriebssystem) Sie Ihre mobilen Geräte vor Reisebeginn
• Backup erstellen
• Suspekte oder dubiose WLANs meiden
• Nicht benötigte Funkverbindungen wie Bluetooth, NFC und WLAN ausschalten
• Öffentliche Computer in Hotels sollten zur Erledigung von vertraulichen Aufgaben gemieden werden (E-Banking usw.)

Wir wünschen Ihnen trotz all diesen vielen Tipps erholsame Ferien!



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